Feuerwehr Zeuthen - Löschzug Zeuthen

Landesmeisterschaft 2011

Goldkurs knapp verpasst
- Erstmalige Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften -

Ein aufregendes Jahr hat am 17.09.2011 einen krönenden Abschluss für das Wettbewerbsteam des Löschzuges Zeuthen gefunden. Nachdem im Mai das Bundesleistungsabzeichen in Bronze erlangt und auch die Teilnahme am 2. Pokallauf um den Wanderpokal des Landrates von Dahme-Spreewald am 10.09.2011 mit einem Sieg im Traditionellen Feuerwehrwettkampf belohnt wurde, stand das letzte große Event noch bevor.

Die 10. Landesmeisterschaften im Feuerwehrsport in Lübbenau sollten nun den Traum erfüllen, welchen das Wettbewerbsteam seit Jahren, insbesondere in diesem Jahr, verfolgt. Das Erreichen der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Noch vor 4 Jahren bei den 8. Landesmeisterschaften in Brandenburg an der Havel wurde diese knapp mit der Bronze-Medaille verpasst. Daher ging das Wettbewerbsteam am 17.09.2011 mit einer gewissen Anspannung an den Start. Doch das Wissen, dass sich die Mannschaft in den letzten Jahren nicht nur technisch weiterentwickelt hat, sollte Kraft für den Wettbewerb geben.

Zunächst machten die Frauen in unserer Disziplin den Anfang. Hier waren bereits beachtliche Leistungen von den reinen Frauenmannschaften an den Tag gelegt worden. Dies sollte uns jedoch noch mehr motivieren. Unter den fachmännischen Augen der Wertungsrichter wurde im ersten Wettbewerbsteil, dem Löschangriff trocken, bei sonnigstem Wetter alles gegeben. Das Material spielte keinen Streich und so konnte nach 47,2 sec die Übung als beendet gewertet werden. Jetzt nur noch hoffen, dass keine Fehler unterlaufen waren und die mitgereisten Freunde sowie Kameraden und Kameradinnen die Daumen fest genug gedrückt haben. Dem war am Ende leider doch nicht so, zumindest was die Fehler anging. Ein zu spät gesetzter Fuß an einer Schlüsselstelle bescherte bedauerlicherweise 10 Fehlerpunkte. Widerspruch zwecklos. Bis auf diesen kleinen Fehler war alles dennoch perfekt gelaufen, wenn man die eigene Aufregung bedenkt.

Unmittelbar danach ging es zum Staffellauf. Hier galt es noch einmal alle Kräfte zu sammeln und bloß keinen weiteren Fehler zu begehen. Nachdem die Startklappe zusammenschlug, lag das Schicksal in den 8 Läufern der Mannschaft. Übergabe für Übergabe verlief gut. Laufbalken, Hinderniswand und auch die Kriechstrecke (Röhre) am Ende des Staffellaufes wurden mit Bravur gemeistert, womit im zweiten Wettbewerbsteil keine Fehler gewertet werden konnten. Doch die gestoppte Zeit war am Ende entscheidend. Mit einer Zeit von 67 sec verließ das Wettbewerbsteam die Laufbahn und konnte nun alle Last von sich fallen lassen.

Bis zur Siegerehrung vergingen dann Stunden. Während für den Traditionellen Wettkampf alle Läufe erledigt waren, liefen noch die Wettkämpfe im „Löschangriff nass“ für Männer als auch Frauen und darauf noch die Gruppenstafette der Frauen. Während dieser Zeit genoss man die Sonnenstrahlen, stärkte sich und hoffte, dass die gezeigte Leistung in diesem Jahr ausgereicht hat für eine Qualifizierung zu den Deutschen Meisterschaften.

Zum späten Nachmittag dann endlich die Siegerehrung. Begonnen wurde mit den Auswertungen für die Sportwettkämpfe, zu denen u. a. Hakenleitersteigen, 4 x 100 m Feuerwehrstafette und 100 m-Hindernislauf gehören. Nachdem sich besonders Mannschaften aus Märkisch-Oderland und Elbe-Elster sowie das Team Lausitz dort auf den Siegertreppchen wieder fanden, wurden die Traditionellen Wettbewerbe ausgewertet. Begonnen wurde auch gleich mit den Wertungen der Männer A, also unserer Wertungsklasse. An den Start gingen in diesem Jahr 8 Mannschaften. Die ersten fünf Plätze wurden verlesen. Der 5. und 4. Platz ging an die Mannschaften aus Wittenberge (Prignitz) und Kleinow (Prignitz). Jetzt wurde es spannend. Dass wir nicht im hinteren Feld mitlaufen würden, war uns bereits beim Wettbewerb klar geworden. Doch wie weit würde es für uns auf den vorderen Plätzen gehen? Die Antwort kam sogleich, Platz 3 belegte die Mannschaft aus Cottbus. Große Freude machte sich unter uns breit, welche wir auch gebührend zum Ausdruck brachten. Für uns war in diesem Augenblick klar, jetzt sollte sich unser Traum erfüllen. Als folgende Worte aus den Lautsprechern klangen: “Und der 2. Platz geht an eine Mannschaft aus dem Landkreis Dahme-Spreewald…“, verlas man sogleich Zeuthen. Jubelnd, als hätten wir gewonnen, nahmen wir dankend den 2. Platz an. Lediglich den Männern aus Groß Warnow (Prignitz) mussten wir uns, verursacht durch unsere Fehlerpunkte, geschlagen geben. Schade eigentlich, doch das Silber war in diesem Moment wie Gold wert.

Nach Auswertung der übrigen Wertungsklassen im Traditionellen Wettbewerb wurden dann auch die Qualifizierungsurkunden für die Deutschen Meisterschaften 2012 in Cottbus (25.07. bis 29.07.2011) übergeben. Stolz nahmen wir auch diese entgegen. Darauf folgend wurden die Männer- und Frauenmannschaften im Löschangriff nass geehrt. Den Abschluss bei der Siegerehrung bildete zuletzt die Kreiswertung. Dort mussten sich die Kreisfeuerwehrverbände Märkisch-Oderland (3. Platz) und Elbe-Elster (2. Platz) dem unseren Kreisfeuerwehrverband Dahme-Spreewald für die kommenden 2 Jahre geschlagen geben.

Für das Jahr 2012 steht also für den Löschzug Zeuthen, dabei insbesondere für die Mitglieder der Wettbewerbsmannschaft, bereits eines fest. Das nächste Reiseziel der Kameraden und Kameradinnen sind die Deutschen Meisterschaften. Zuletzt hatte die Jugendfeuerwehr 2004 und 2006 an diesen teilnehmen dürfen, doch nun steht diese Tür für die aktiven Einsatzkräfte erstmalig offen. Von dieser Leistung sichtlich beeindruckt, gratulierten neben dem Gemeindebrandmeister Peter Rublack auch der Löschzugführer Reiner Schachtschneider als auch die Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Zeuthen e. V. Regina Rublack. Besondere Glückwünsche übersendete auch die Bürgermeisterin Frau Beate Burgschweiger als sie von diesem Ergebnis erfuhr.

Doreen Groba


 
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