Feuerwehr Zeuthen - Löschzug Zeuthen

- "Ölunfall auf dem Gewässer" -


Gruppenfoto - Fachlehrgang Ölunfälle auf Gewässern

Vom Montag den 28. 08. 2000 bis zum Donnerstag den 31. 08. 2000 besuchte ich die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz. Dort nahm ich an dem Lehrgang "Ölunfall auf dem Gewässer" teil.
Nachdem ich in Eisenhüttenstadt ankam und eincheckte, begann auch gleich der theoretische Teil der Ausbildung. In meinem Kurs waren noch 15 weitere Kameraden aus Feuerwehren wie zum Beispiel Potsdam, Niederfinow, Cottbus und Eisenhüttenstadt.
In den ersten zwei Stunden wurden uns die physikalischen und chemischen Grundlagen brennbarer Stoffe näher gebracht. Dabei wurde speziell der Rohstoff Öl intensiver behandelt. Unteranderem wurde auch experimentell nachgewiesen, wie sich Öl und Wasser mit einander verhalten. Erstaunliche Experimente wurden uns mit Öl in Verbindung mit Ölbindemitteln gezeigt.
Die zweite Tageshälfte haben wir mit der Fahrzeugkunde verbracht, dabei besichtigten wir den enorm großen Fuhrpark der LSTE. Im Groben wurden uns schon hier Mittel zur Ölbeseitigung, verstaut auf Containern oder auf den Rüstwagen, gezeigt und erläutert. Dieser praktische Teil fand besseres Interesse bei den Teilnehmern, da bei herrlichem Sonnenscheinwetter der Aufenthalt im Freien angenehmer war, als der im Unterrichtsraum.
Der Dienstag begann für die Meisten recht früh, da um 6 Uhr aufstehen angesagt war. Nach einem super Frühstück fing der Tag mit den gesetzlichen Grundlagen des Feuerwehreinsatzes an. Das nächste Thema war, daß Absichern der Einsatzstelle und die Einsatzlehre von Öl auf der Straße bzw. auf dem Gewässer. Dabei wurden die Grenzen der einzelnen Gefahrenbereiche erläutert und die entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Kameraden, der Umwelt und der Bürger aufgezeigt. Nach dem Mittagessen ging es leider immer noch theoretisch weiter. Die Funktionsweise und die Handhabung der Ölsperren wurden erklärt. Dabei haben wir den Bau behelfsmäßiger Ölsperren aus zweckentfremdeten Feuerwehrgeräten gelernt.
Am Mittwoch ging es dann in das Außengelände, für alle eine gelungene Abwechslung. Dort haben wir unser theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen dürfen. Somit durften wir mit dem Schlauboot ein 60 Meter lange Tauchwandsperre (Ölbarriere) auf dem Teich ausbringen. Nachdem wir dieses mit Startschwierigkeiten behafteten Manöver gemeistert hatten, wurden wir in die Bedienung des Ölseparatohrs unterwiesen. Dies beinhaltete das Ausbringen eines Ölskimmers und der Anschluss einer Schlauchpumpe an den Ölseparatohr. Das richtige Trennen von Öl und Wasser wurde uns leider nur der Phantasie überlassen, da dies aus Gründen des Umweltschutzes verboten ist. An diesem Abend gingen wir alle etwas früher ins Bett, da die Praxis doch sehr kräftezehrend war.
Am Donnerstag gingen wir wieder in das Außengelände. Die Technik wurde jetzt nicht auf einem Teich angewandt, sondern in einem Regenwasserkanal. Uns wurde gezeigt, wie man in einen Schacht einsteigt und das Öl daran hindert sich weiter auszubreiten. Nachdem wir das "Öl" gestoppt hatten, brachten wir die Technik zum Abpumpen in Position und setzten sie ein.
Am Nachmittag legten wir alle den nötigen Leistungsnachweis in schriftlicher Form ab. Dabei wurden uns 50 Fragen rund um den Feuerwehreinsatz in Verbindung mit brennbaren Flüssigkeiten abverlangt.
Um 16 Uhr war der Lehrgang zu Ende und wir Verabschiedeten uns von unseren Ausbildern Herrn Schlösser und Herrn Röhm.

Fazit: Dieser Lehrgang war sehr Interessant und es hat mir viel Freude bereitet soviel Neues in Sachen Feuerwehrwesen zu erfahren.

Kamerad HFm Thomas Blume

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