Rückblick auf ein interessantes, lustiges und anstrengendes
Wochenende
| Nachdem die Freundschaft zwischen Interlaken (Schweiz) und
Zeuthen bereits im Jahr 2003 anfing und sie im letzten Jahr durch einen
Gegenbesuch einer Zeuthener Delegation erweitert wurde, fand sie wohl in
diesem Jahr ihren vorläufigen Höhepunkt. In der Zeit vom 02.06.2005 - 05.06.2005 hatten wir eine Delegation von Kameraden der Feuerwehr Bödeli in Zeuthen zu Besuch. Da es sich bei der Feuerwehr Interlakens um den Zusammenschluß von Feuerwehren mehrerer Gemeinden handelt, hat man diesen neutralen Namen gewählt. Das „Bödeli“ bezeichnet den aufgeschwemmten Bereich zwischen dem Thuner- und dem Brienzersee. Nachdem unsere Gäste am Donnerstagabend um 23.00 Uhr mit einer Eskorte vom Flughafen Schönefeld abgeholt wurden, traf man sich noch zu einem kurzen Empfang und einem „Schlummertrunk“ im Gerätehaus des Löschzuges Miersdorf. Anschließend folgte die Verteilung auf die Schlafquartiere. Um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, waren unsere Gäste bei Kameraden der beiden Löschzüge zu Hause untergebracht. Da dauerte es natürlich nicht lange bis das Eis gebrochen war. Der Freitagmorgen begann mit einer Fahrt in der Party – Straßenbahn durch Berlin. Neben einem kleinen Snack und Getränken hatten wir drei Stunden lang Zeit uns alle Sehenswürdigkeiten im Osten von Berlin anzuschauen. Natürlich wurden diese 3 Stunden auch genutzt, um nebenbei kräftig über die Feuerwehrarbeit zu fachsimpeln. Anschließend wollten wir es natürlich nicht versäumen, unseren Gästen auch Berlin von oben zu zeigen. Die Aussicht vom Berliner Fernsehturm war für alle überwältigend und so verweilte man ein Weilchen und genoss den Ausblick. Bevor wir mit der City – Tour weitermachen konnten, mussten sich alle erstmal ordentlich stärken. Und welches Ambiente wäre da schöner gewesen als das des Nikolaiviertels. Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Reichstag, der sowohl mit seiner Architektur als auch mit seinen geschichtlichen Informationen beeindruckte. Abends wurde am Gerätehaus des Löschzugs Zeuthen zum Grillen geladen. Neben dem Grillfleisch und diversen Salaten gab es Schinken am Spieß. Natürlich hatten unsere Gäste auch die Gelegenheit sich unsere Fahrzeuge und unsere Technik anzuschauen. Besonders hat ihnen unser Tanklöschfahrzeug vom Typ W50 und ein Verteiler - noch aus DDR–Zeiten - gefallen. Um den Gästen unseren Löschzug noch etwas näher vorzustellen, gab es eine Präsentation, die in interessanten Bildern die Arbeit der Kidsfeuerwehr, der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung sowie die Technik des Löschzuges darstellte. Im Gegenzug wurde vom Kommandanten der Feuerwehr Bödeli, Andreas Blatter, die Organisation des Brandschutzes in der Schweiz und die Struktur der Feuerwehr Bödeli erläutert. Beide Präsentationen boten bis spät in die Nacht reichlich Gesprächsstoff. Viel Zeit zum Schlafen blieb da nicht mehr, denn auch das Programm des nächsten Tages begann am frühen Morgen. Nach dem hektischen Berlin, ging es am Sonnabend Richtung Süden. Zu erst bestaunten wir das pompöse „Tropical Island“ und verweilten bei angenehmen Temperaturen an der „Südsee“. Weiter ging es dann nach Schlepzig zu einem deftigen Mittagessen mit anschließender Erholung bei einer zweistündigen Kahnfahrt durch den Spreewald. Bei Kaffee, Kuchen und Gewürzgurken konnten wir das schöne Wetter und die wunderschöne Landschaft genießen. Der Löschzug Miersdorf lud um 19:30 Uhr zu einem Brandenburgischen Abend ein. Das hieß, es gab typisch Brandenburger Gerichte – Eisbein, Leberwurst, Blutwurst, Kassler und Kartoffelsalat. Auch die Kameraden des LZ Miersdorf brachten den Gästen ihren Löschzug mit einer Präsentation näher. Wie bereits auch am vorherigen Tag in Zeuthen geschehen, bedankten sich die Schweizer Kameraden durch die Übergabe eines Bergkristalls aus der Region Interlaken. Der Sonntag stand dann mehr im Zeichen der Feuerwehr. So wurde die Flughafen Feuerwehr und das „Brandhaus“ des Feuerwehrtechnischen Ausbildungszentrums in Schönefeld besucht. Mittags gab es einen kleinen Snack im Gerätehaus Miersdorf. Am Nachmittag, nach dem auch der Himmel ein Einsehen hatte und der Regen vorüber war, lud der Löschzug Zeuthen zu einer rasanten Bootsfahrt über den Zeuthener See und einer gemütlichen Fahrt mit dem historischen Löschgruppenfahrzeug, liebevoll auch einfach „Oma“ genannt, durch Zeuthen ein. Zum Kaffee trinken genoss man bei einer Dampferfahrt auf der „Olympia“ die Aussicht über den Zeuthener See und ließ die vergangenen Tage und somit das Erlebte Revue passieren. Am Abend lud der Bürgermeister ins „Wirtshaus am See“ zu einem festlichen Essen ein. In Vertretung dessen würdigte Frau Weller die guten Beziehungen zwischen den Gemeinden Interlaken und Zeuthen. Als Erinnerung an den Besuch übergab sie an den Kommandanten der Feuerwehr Bödeli ein kunsthandwerklich gefertigtes Wappen der Gemeinde Zeuthen. Natürlich hatten auch die Zeuthener Feuerwehrleute noch ein Erinnerungsgeschenk parat. Neben einem Wandteller, auf dem die ehemals in Zeuthen stationierten Feuerwehrfahrzeuge zu sehen waren, wurden den Schweizer Freunden einige Köstlichkeiten aus dem Spreewald und der bewunderte Verteiler aus DDR-Zeiten überreicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Feuerwehr Zeuthen an diesem Wochenende neue Freunde gewonnen hat. Das gesamte Wochenende war sehr gut organisiert und hatte von allem etwas zu bieten. Das es allen sehr gut gefallen hat zeigen auch die beiden folgenden Zitate. Der Atemschutzgerätewart Markus Schneider, genannt Mücke, sagte scherzhaft: „Es gab viel zu wenig zu sehen, viel zu wenig Essen, viel zu wenig zu trinken und viel zu viel Schlaf.“ René Aeberhard, stellv. Materialwart, schrieb kurz nachdem er wieder zu Hause war in das Gästebuch der Homepage der FF Zeuthen: „Ich bedanke mich nochmals für die tolle Gastfreundschaft und die super Organisation unserer Reise“. Ein großes Dankeschön gilt allen Organisatoren, den fleißigen Kameraden und ihren Angehörigen, die mit ihrer Hilfe dazu beigetragen haben, dass dieses Wochenende für alle unvergesslich bleibt. Ein Dankeschön geht auch an die Gemeinde Zeuthen und den Förderverein der FF Zeuthen e.V. für die finanzielle Unterstützung. J.K. LZ Zeuthen |
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